[Interview] Die Praxis-Gestalter: Jona & Marcus Ober
Shownotes
In der heutigen Folge im Club der Gestalter werfe ich mit dem Ärzte-Ehepaar Jona und Marcus Ober einen ungeschönten Blick hinter die Kulissen einer modernen Hausarztpraxis. Die beiden zeigen, wie viel Gestalter-Energie entsteht, wenn man Mut und Visionen einfach in die Tat umsetzt. Die Themen dieser Folge im Überblick:
Vom Hörsaal in den freien Fall: Warum Themen wie Abrechnung und Budgetierung im Studium fehlen und wie man den wirtschaftlichen Blindflug meistert.
Die Chefrolle & das Team: Warum die Teamentwicklung in den ersten zwei Jahren die größte Herausforderung der Selbstständigkeit war.
Ehepaar im 24/7-Modus: Wie die Zusammenarbeit rund um die Uhr funktioniert und wo gesunde Grenzen gezogen werden müssen.
Berufspolitik statt Jammern: Warum sich die beiden aktiv im Verband engagieren, um das Gesundheitssystem mitzugestalten.
3 Tipps für den Praxisstart: Jonas und Marcus' wichtigste Learnings für den mutigen Schritt in die Niederlassung.
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Von Jona & Marcus Ober:
Instagram: @praxisoberisny
Hausärztinnen- und Hausärzteverband: @haevbw
Vom Club der Gestalter: Website: www.annetteszabo.de Instagram: @annette.szabo LinkedIn: www.linkedin.com/annette-szabó/
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Bleibt mutig, gestaltet weiter – denn Mut kommt von Machen!
Transkript anzeigen
00:00:00: Aber das ist eigentlich, was wir alle auch viel mehr brauchen könnten.
00:00:05: Einfach mal die Mut zu haben und Dinge einfach
00:00:06: anzufangen.".
00:00:07: Und damit hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge im Club der Gestalter!
00:00:13: Wenn ich den Begriff Gestalter im Gesundheitswesen im Lexikon nachschlagen würde, stünde dort ganz sicher ein Bild von meinen heutigen
00:00:20: Gästen.
00:00:21: Sie sind
00:00:21: Ärzte, Unternehmer, engagierendziehende Berufspolitik – und rocken das Ganze
00:00:26: noch als Ehepaar
00:00:26: im Vierundzwanzig-Sieben-Dauereinsatz.
00:00:29: Ich freue mich riesig auf Iona und Markus Ober aus Isni.
00:00:33: Wir sprechen darüber, was die beiden in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben, wo sie ihre Energie dafür hernehmen und wie Sie das eigentlich alles wuppen.
00:00:42: Das alles gibt's gleich aber jetzt starten wir erst mal richtig
00:00:45: los!
00:00:58: Aber wir wollen nicht mehr einfach nur funktionieren und Opfer des Systems sein.
00:01:03: Deshalb schmeißen die hier im Klub der Gestalter alte Muster aus dem Fenster.
00:01:08: Hier geht es ums Anpacken,
00:01:10: um's
00:01:10: verändern für dich dein Team und deine Patienten damit der Job wieder Spaß macht und nicht nur Nerven kostet.
00:01:17: Ich bin Anna Tesabo
00:01:18: Und nun
00:01:19: wünsche ich dir ganz viel Spass bei dieser Folge.
00:01:23: Hallo Jona!
00:01:24: Hallo Markus Schön dass ihr heute Zeit für mich
00:01:26: habt.
00:01:27: Ja hallo Annette schön dass du Zeit für uns hast.
00:01:29: Wir freuen uns, dass wir da sein dürfen.
00:01:31: Ja ich habe mich total auf euch gefreut weil ihr beide seid ja eigentlich für mich so die... Ich kann euch jetzt in superlativ formulieren also ich hab mal hier ein Podcast für Gestalter im Gesundheitswesen und wenn ich jemanden als Beispiel nehmen sollte dann fällt ihr beide mir ein.
00:01:46: So was
00:01:47: denn?
00:01:47: Muss ich ganz ehrlich sagen.
00:01:49: Zum Glück sieht keiner was man rot wird.
00:01:52: Ihr kennt uns jetzt glaube ich seit zwanzig vierundzwanzig.
00:01:55: Und ich hab's mir mal ganz kurz notiert, was ich von euch da so wahrgenommen habe in diesen zwei Jahren.
00:01:59: Dass ihr alles gerockt habt.
00:02:00: Ich hab es immer aufgeschrieben, weil ich kann nicht alles narrieren!
00:02:02: Also... Ihr habt die Praxis für allgemein Medizin übernommen?
00:02:05: Ihr habt den Zwei-Betriebsmedizin weiter ausgebaut und neue Kunden generiert, habt euch da wirklich sehr intensiv
00:02:11: beschäftigt?!
00:02:12: Ihr seid politisch aktiv im Hausärzt der Verbundverband?
00:02:17: Hausärzte Verband, genau.
00:02:19: Württemberg, genau!
00:02:20: Seid ihr auch irgendwie gewählt worden in Irmengremium?
00:02:23: Ja, sind quasi gewählte Delegierte, also Hausärze wählen für ihr Bundesland die Vertreter und da wurden wir jetzt reingewählt.
00:02:30: Und letztens waren wir sogar bei den Bundes-Delegaten.
00:02:32: Hab ich
00:02:33: gesehen.
00:02:33: Das war total spannend, ja das war echt cool.
00:02:36: Aber
00:02:36: es waren doch nicht
00:02:37: alles?!
00:02:38: Ihr seid Lehrpraxis zur Universität Ulm... Bildet den Nachwuchs aus.
00:02:44: Ihr habt ein Podcast, ihr habt einen Instagram-Kanal.
00:02:47: Ihr engagiert euch beim Thema Team-Entwicklung.
00:02:50: das ist euch glaube ich ganz, ganz arg wichtig dass euer Team super zusammenarbeitet und ihr wart vor kurzem als Testimunnel aktiv für eine Kampagne die national ausgerollt wurde Praxenland oder für den Mut zur Niederlassung von Ersten
00:03:08: genau.
00:03:09: Also wenn du das so erzählst, es gibt da doch runter die Öl.
00:03:12: Das klingt
00:03:13: gut ja!
00:03:14: Wenn man zu miteinander wegsinnzählt.
00:03:16: Ich gucke das so zu aus der Ferne ab und zu beim Kontakt und ich gucke mir zu und frag mich wie viel Stunden hat eigentlich euer Tag?
00:03:23: Das ist zu wenig.
00:03:24: Auch öfter.
00:03:26: Wir werden das öfter gefragt weil ja doch recht viele auch Patienten sehen was wir alles machen.
00:03:31: also... Es sind schon sehr viele Stunden in der Woche, die man damit verbringt.
00:03:35: Ich weiß nicht ob Zahlen interessieren aber es sind schon so eine sechzig-achtzigstunden Woche.
00:03:39: ist das schon am Ende, ne?
00:03:40: Damit man alles unterkriegt.
00:03:41: Aber wir machen's ja gerne und deswegen klappt das auch so
00:03:44: gut.
00:03:44: Ja solange es noch Spaß macht fühlt sich es ja auch nicht immer wie Arbeit an obwohl es auch Tage gibt wo sie gearbeitet haben.
00:03:50: Manchmal gehts auf harte Tage!
00:03:53: Genau
00:03:54: Genau.
00:03:54: und dann gibt's doch den Hund, den hab ich ganz vergessen.
00:03:55: Wollt ihr auch noch draufschreiben?
00:03:56: Schau was hier nicht aufschreibt, vergesse ich.
00:03:58: Der will ja auch noch Zeit von euch haben.
00:03:59: Genau, Oscar
00:03:59: will auch mal ein... Sie warten gern
00:04:01: schon noch so kurz.
00:04:01: Ja, ja,
00:04:02: das... Es existiert und es lehnt.
00:04:06: Das hat dafür wir hinten auch noch zeit für.
00:04:09: Ist es für euch ein Vorteil, dass ihr als Ehepaar gemeinsam agieren
00:04:12: könnt oder...?
00:04:12: Absolut!
00:04:13: Also das ist eigentlich von Anfang an schon immer so ein großer Vorteil gewesen.
00:04:16: Dadurch, dass man natürlich zusammen die Praxis führt.
00:04:18: Erst mal weiß der andere natürlich was man am Tag so durchgemacht hat in Zweifels Fall.
00:04:23: Das hilft auf jeden Fall auch hinsichtlich Verständnis für das ein oder andere aber es ergänzt sich halt auch mega gut.
00:04:29: Es wird
00:04:30: einfach ein gutes Team, gell?
00:04:31: Ich glaube schon.
00:04:31: Ich wollte gerade sagen, auch das ist etwas, was wir sehr oft gefragt werden weil das ganz viele gar nicht machen würden.
00:04:37: Das ist so eine erste Reaktion da genau!
00:04:40: Kannst du nur und dann seht ihr euch ja vierzehn Stunden sieben Tage die Woche.
00:04:44: Aber es ist tatsächlich auch so, dass wir – auch wenn wir jetzt nichts am Arbeitgeprivat liegen – eigentlich de facto alles zusammen machen.
00:04:50: Also es gibt wirklich wahnsinnig wenig Aktivitäten.
00:04:53: also Markus geht angeln Das macht alleine das ertrag ich nicht!
00:04:57: Das hat einmal damit geendet, dass keine Toilette innerhalb von zwei Stunden aufdingbar waren.
00:05:01: dann lass mal bei!
00:05:04: Das habe ich nicht verstanden, dass in der Natur nicht möglich ist und dass das einzige was er eigentlich alleine macht, sonst machen wir den Faktor.
00:05:10: Der Freundeskreis ist natürlich klar der gleiche
00:05:14: Genau.
00:05:15: Lass mal auch schon viel zuhören.
00:05:17: Sonst machen wir schon viel zusammen, also ich fordere und so weiter.
00:05:21: Hat auch noch Platz, Wahnsinn!
00:05:22: Und woher kommt diese unwendige Energie?
00:05:26: Also die kommt hier schon von meiner besseren Hälfte in erst
00:05:30: die... Ich bin schon eine kleine Trinkfeder ja das schon.
00:05:34: Das war aber schon immer so als ich wollte schon immer ein neues machen, neues sehen mich engagieren was verbessern verändern Und ich bin
00:05:44: begeistert.
00:05:46: Er macht dann einfach mit oder wenn wir zu irgendwas anmelden oder so, das ist meistens meine Idee und Markus findet die da meistens gut.
00:05:53: Ja, ich muss dann immer überlegen, dies oder dass oder jedes.
00:05:56: macht das jetzt Sinn?
00:05:57: Oder macht das keinen Sinn?
00:05:58: Meist kommt Jonas etwas an!
00:05:59: Ich soll dann entscheiden machen wir das, machen wir es nicht und dann gibt's halt Überzeugungsarbeit.
00:06:05: Genau,
00:06:05: ich kann ne Sehpende dran sein bei sowas.
00:06:07: Hach, ja.
00:06:08: Passt ihr jetzt nicht gedacht?
00:06:13: Ja.
00:06:14: Und habt ihr für euch so eine Vision entwickelt, wie das hier werden soll?
00:06:17: Weil ihr habt ja wirklich angefangen und es war gefühlt Vollgas!
00:06:19: Also wie wenn schon quasi die Blaupause fertig gewesen wäre ging's los und wirklich in einem Affenzahn ein Megatimbo da sie davor gelegt hat.
00:06:31: Das liegt natürlich auch daran dass wir uns ja auch schon sehr lange kennen und natürlich im Studium schon immer ein bisschen rumgesponnen haben was könnte man machen und wir schon sehr genaue Vorstellungen eigentlich hatten von dem bogen wir mal hin wollen.
00:06:42: Also die Praxis war ja schon lange in Planung sozusagen, dass wir das gemacht haben.
00:06:46: Ich war da schon immer.
00:06:47: Genau.
00:06:47: Wir haben auch viel damit befasst und dann konnte man jetzt tatsächlich auch die Sachen mal für sich selber umsetzen halt nicht mehr im Angestelltenverhältnis sondern eben als Selbstständiger.
00:06:56: Und also da gehen die Ideen nicht aus.
00:06:59: Da wissen wir schon wo wir in fünf Jahren stehen wollen oder was jetzt so die nächsten Jahre der Plan ist.
00:07:06: Die Sachen sind einfach Tri and Error.
00:07:07: Genau, das ist tatsächlich etwas was wir gelernt haben in der Selbstständigkeit dass man denkt immer man plant ja und das wird so funktionieren und dann kommt irgendwas und es funktioniert sogar nicht und am nächsten
00:07:20: Tag ist schon wieder alles anders.
00:07:21: Am einen Tag denkst du jetzt ist alles geht in die Binsen und beim nächsten Tag is schon wieder völlig anders.
00:07:26: aber plan macht trotzdem Spaß.
00:07:29: Aber es ist ja schon so dass viele Punkte von der Liste die ich gerade vorgelesen habe die lernt man ja ja nicht werden im Studium.
00:07:35: Also das sind ja ganz viele Aspekte von den Dingen, die ihr macht, die man einfach nicht lernt.
00:07:40: Seid ihr da irgendwie einfach mutiger wie andere oder probiert ihr euch einfach aus?
00:07:45: Oder was ist da euer...
00:07:46: Also ich glaube, dass braucht es eigentlich viel mehr.
00:07:50: also einfach Mut auch mal etwas zu wagen und im Prinzip, was soll am Ende schon schief gehen.
00:07:57: Wenn man eine gute Idee hat und die durchdacht hat, einfach machen!
00:08:04: was wir alle eigentlich, glaube ich auch viel mehr brauchen könnten.
00:08:07: Einfach mal die Mut zu haben und Dinge einfach anzufangen?
00:08:09: Ja also ja ich glaub schon dass wir vielleicht auch weil wir zu zweit sind und man das eher durchdenken kann.
00:08:16: Ich glaube alleine ist es einfach schwieriger.
00:08:19: aber ich befürchte wir sind da schon um einiges und egal ist der andere das dann umzusetzen.
00:08:25: Aber es hat uns nicht geschadet.
00:08:26: Nein es hat sich
00:08:27: geschaden.
00:08:28: Es gab's auch Dinge wo überhaupt nicht funktioniert für euch auf Organis?
00:08:34: Also was am Anfang ein bisschen schwierig war natürlich, wenn man neu so eine Praxis übernimmt.
00:08:39: Man übernimmt auch Personal, das natürlich vorher auch schon lange Zeit vielleicht mit einem anderen Kollegen der vielleicht auch eine andere Art der Arbeit hat einfach zusammengearbeitet hat.
00:08:49: Das glaube ich das erste Jahr war sowas so Personal anging bis in das Turbulenteste.
00:08:54: unsere Alba und so Praxileitung ist uns ja seit Stunde Eins erhalten geblieben und es hat von Anfang an super gefasst.
00:08:59: Ja die saßuppte herrscht!
00:09:02: Ja, ansonsten hat es das erste Jahr ziemlich gebraucht um sich so personell zu finden.
00:09:06: Und das waren dann auch so ein paar Sachen wo man dann ganz oft einfach Dinge nicht umsetzen konnte weil's halt einfach mit den Leuten nicht funktioniert hat oder weil die Leute das nicht wollten oder was auch immer und das hat so gute anderthalb zwei Jahre gedauert.
00:09:18: jetzt haben wir halt einen richtig super Team was halt wirklich auch mitzieht und das einfach zu uns passt.
00:09:22: halt
00:09:23: ja dass ist finde ich auch etwas was man lernen muss genau die leute zu finden die zu einem passen.
00:09:30: Also es ist ja immer so, man sucht jemanden und dann bewerben sich Leute.
00:09:33: Und du guckst sie dir an und das eine ist halt wie Sie im Bewerbungsgespräch sind Das andere ist wie Sie am Ende arbeiten und das noch ganz andere ist, wie's im Team funktioniert.
00:09:41: also Man kann die super sympathisch finden aber es funscht hat eigentlich irgendwie nicht im Team und dass Es echt nach Herausforderung auch weil es natürlich ein heterogenes team das ist ja auch Ganz klar.
00:09:51: wir sind zwar alle zum Beispiel ähnlich alt Aber es sind einfach unterschiedliche Persönlichkeiten da ne?
00:09:56: Und das irgendwie so unter einen Hut zu bekommen dass ich alle gut verstehen und wir verstehen uns ja auch privat gut, treffen uns auch so privat.
00:10:04: Das ist tatsächlich nicht so leicht.
00:10:06: Und das selbstverständlich?
00:10:07: Nicht selbstverständlig!
00:10:08: Und das tatsächlich zu lernen ist glaube ich mit die größte Herausforderung für mich in der Selbstständigkeit mit Personalführungen wenn man so ein benennen will dass das klappt.
00:10:17: Also würdet ihr sagen, so rückpicken zu die ersten anderthalb Jahre, die du vorhin genannt hast in Zeitraum.
00:10:21: War es auch die Zeit wo ihr in diese Chefrolle habt reinwachsen müssen?
00:10:25: Ja
00:10:25: gerade ja.
00:10:26: also ich war ja vorher schon in leidenden Funktionen zwar im angestellten Verhältnis aber das ist was komplett anderes.
00:10:32: Wenn man selber mit auf der Seite der Angestellte sozusagen steht und noch immer notfalls über den Chef darüber lässt dann...
00:10:39: Ich würde weiß bist du irgendwann der Chef wenn man hingelassen wird.
00:10:41: Und jetzt ist
00:10:42: halt der oberste Chef.
00:10:43: Irgendwer hat ihn nicht gelässtabelt bei uns.
00:10:46: Nein, nee.
00:10:47: Aber das ist natürlich schon eine Umstellung.
00:10:50: und halt auch dass man nicht nach Hause geht und halt dann die Arbeit sein lässt sag ich mal sondern man ist halt immer der Inhaber.
00:10:58: Man ist immer derjenige der die volle Verantwortung für alles trägt und das ist schon auch ne Umstellung gewesen.
00:11:04: Ja,
00:11:05: ja.
00:11:05: Ich grad muss sie dann auf, wenn wir noch zusammen arbeiten.
00:11:08: Zuhause auch noch besser abgrenzen oder?
00:11:11: Ja absolut!
00:11:12: Ja, absolut.
00:11:13: Das fällt uns auch bis heute nicht immer leicht um ehrlich zu sein.
00:11:16: also das war schon früher wir haben ja auch schon angestellt zusammengearbeitet.
00:11:20: Haben wir es natürlich schon offenbar über das eine oder andere unterhalten.
00:11:22: aber jetzt kommen natürlich noch ganz andere Sachen dazu wie irgendwelche wirtschaftlichen Aspekte wie planerische Aspektas und nicht nur was im Patienten am Tag so los war.
00:11:30: und dann muss man schon... Öfter mal sagen so jetzt reicht's auch mal.
00:11:36: und ich glaube da bin ich eher der Part, der sagt so okay.
00:11:38: Ich fände
00:11:40: dann auch schon mal nachts um, keine Ahnung drei irgendwas ein und nicht wacht davon auf.
00:11:43: also das kann schon auch mal passieren.
00:11:45: Bei Spiele sind es um zwanzig-einundzwanzig Uhr.
00:11:47: muss ich die immer vom Laptop mit einem noch irgendwas abgeahmen.
00:11:49: Ja
00:11:49: weil es ist tatsächlich ja das was alle unterschätzen.
00:11:52: ich meine selbst wie viel halt eigentlich hinter den Kulissen passiert.
00:11:55: was so der normalo einfach nicht sieht muss er natürlich auch nicht.
00:11:58: aber da sind unfassbar viele Sachen aufzuarbeiten nachzuarbeiten hinterher zu arbeiten vielleicht in Zweifels Falle Es kostet einfach Zeit.
00:12:05: Und du hast ja halt nicht nur deine Sprechstunde, das ist eigentlich noch der geringste Teil des Tages für dich fast behaupten.
00:12:11: Das sind spannende Teile des Tages quasi mit den Patienten zur Arbeit.
00:12:14: Was dann wirklich Arbeit macht, ist im Kunde hinterher die Planung dafür, was es sich betriebsmedizin mit Betrieben, Untersuchungen einzuplanen, E-Mails zu beantworten.
00:12:23: Ich weiß gar nicht wieviel Stunden man am Laptop nur für E-mails beifordern.
00:12:27: Also es ist wirklich der Wahnsinn und auch Rechnungsstände.
00:12:30: Die Verwalken, Zeiten des Lebensaufgriffs für nichts und wieder nicht zeit-eierach.
00:12:36: Und unsere sogenannte Digitalisierung macht ja alles gefühlt immer noch schlimmer als besser, also von daher wird es damit auch nicht einfacher.
00:12:48: Glaubt ihr das wäre echt alles leichter gewesen oder würde euch leichter fallen wenn ihr solche Inhalte auch während dem Studium vermittelt bekommen hättet?
00:12:56: Ja, zu müssen bisschen.
00:12:57: Also ich weiß das jetzt zum Teil... Wir haben ja die Studenten hier zum Teil manchmal so Abrechnung und sowas angucken, kommt ein bisschen auf die Uni drauf an, dass auch viel mehr mit Patentenkommunikation trainiert wird.
00:13:08: Das war bei uns noch gar nicht der Fall wo wir jetzt nicht so alt sind.
00:13:12: Aber kommt immer noch viel zu wenig vor und kommt tatsächlich zu wenig von den Verbänden vor.
00:13:18: Am Ende ist es die KWV oder die jetzt die KV Baden-Württemberg, die ebt.
00:13:21: schon gute Hilfestellungen wenn man sich niederlässt aber auch erst wenn du quasi Entschluss gefasst hast und dann in die Niederlassung gehst.
00:13:28: Und ist es trotzdem ein bisschen learning by doing?
00:13:33: Aber eigentlich wäre es hilfreich, auch als angestellter Arzt das Wirtschaftlichkeit halt auch sinnvoll und wichtig.
00:13:38: Und im Grunde müsst ihr's jeder wissen.
00:13:39: oder auch so Verschreigungen.
00:13:42: Wir hatten die Woche eine Korrespondenz mit einem Kollegen aus der Uniklinik, denn er meinte ja warum wir das nicht aufschreiben?
00:13:49: Dann haben wir versucht zu erklären dass das ambulant halt nicht möglich ist, das zwanzigtausend Euro Antikörperpräparat auszuschreiben.
00:13:55: Davon am besten gleich drei Endreiber.
00:13:59: Und das sind dann so die Diskrepanzen, dass natürlich auch noch die Kollegen in der Klinik das nicht wissen was wir ambulant machen und
00:14:06: ja
00:14:07: genau.
00:14:07: Also ich sehe schon Kommunikation ist ein Großteil eurer.
00:14:11: Ja man zahlt jeglicher Hinsicht
00:14:14: auf
00:14:15: allen Ebenen.
00:14:16: Aber ich glaube schon das Studium hat halt einfach... Es ist natürlich sehr theorielastig es ist sehr lastig was halt Fachwissen angeht an sich.
00:14:25: Aber tatsächlich für diese praktischen Geschichten und auch einfach das Gesundheitssystem an sich spielt eigentlich schon so gut wie keine Rolle.
00:14:32: Was die Arbeit in der Klinik angeht, dass es schon sehr überproportional ist aber das ambulante System spielt außer in Fachrichtung allgemein mitziehen eine so gut als keine Rolle im gesamten Studium.
00:14:43: man lernt nichts über Abrechnungen Man lernt im Prinzip nichts über Verschreibungsfähigkeiten Verordnungsfähigkeit Budgetierung Das sind alles Dinge die man eigentlich im Learn by doing später dann mit bekommt.
00:14:55: und auch da gibt es halt ganz oft, ganz unterschiedliche Meinungen von den Kollegen die ein weiterbilden.
00:15:01: Die vielleicht auch nicht immer alles so ganz genau wissen und dann so ganz hundertprozentig genau was ist viel hören und sagen.
00:15:09: Genau und da muss man erst mal für sich rausfiltern, was ist eigentlich das?
00:15:12: Was jetzt wirklich richtig ist und die Wahrheit ist um was muss ich beachten und was stimmt vielleicht auch Nichts.
00:15:18: Das ist ja eine der Gründe zum Beispiel wo wir am Ende dann jetzt auch Berufspolitik gemacht haben weil wir gesagt haben Es sind viele Sachen, die wir dann merken im Alltag, die schlecht laufen oder nicht gutlaufen.
00:15:27: Aber du kannst ja nur verändern wenn du halt dich auch aktiv engagierst am Ende und...
00:15:33: Und auch gerne haben viele neue...
00:15:35: Ich wollte sagen da lernen mir auch unglaublich viele neue Sachen, ...die mir tatsächlich auch so nicht berüst waren
00:15:39: wie zum Beispiel Verhandlungen mit Krankenkassen.
00:15:41: Ja, Kounzionieren und Erfolgen um solche Geschirren.
00:15:44: Das ist eigentlich spannend mal dabei zu sein oder mal mitzubekommen und woran es vielleicht auch manchmal harpert.
00:15:51: Ja, und wir haben ja jetzt vorhin schon erzählt von unserer neuen Mitarbeiterin die Physician-Assisten studiert.
00:15:56: Und auch die haben wir gefragt was kommt denn in dem Studium zum Beispiel im ambulanten Teil vor?
00:16:00: Es kommt halt gar nicht vor!
00:16:01: Also es existiert da nicht obwohl sie ja da auch gezielt eingesetzt werden sollen... ...und was ja total schade ist ne?
00:16:07: Das... ähm..ja.
00:16:09: Aber das ich glaube dass wird sich auch nur schwer ändern im Studium weil eben auch das Studium ja ausgedeckt ist Kollegen, die selber in Angestellten oder Beamtenverhältnissen arbeiten.
00:16:20: Die selber in der Klinik arbeiten und eigentlich, wie gesagt diese ambulante Teil ist eigentlich weit unterproportional einfach erfasst und dargestellt also quasi non-existent um ehrlich zu sein.
00:16:33: Also man geht quasi, man läuft seine Ausbildung Und dann entscheidet man sich und dann ist man eigentlich im freien Fall.
00:16:39: Kann man sich das so ein bisschen vorstellen?
00:16:40: Du ziehst meinem was an wenn du den Bra übernimmst
00:16:44: Ja, eigentlich schon.
00:16:44: Also das fängt eigentlich schon an wenn du genau aus dem Studium rausgehst in die reale Welt und wir haben ja dann auch unsere Assistenzärzte, die von Klinik meistens zu uns kommen, die dann auch völlig andere Vorstellungen haben, manchmal überrascht sind wie viel wir machen sich das doch ein Spatter vorstellen als am Ende ist und da ganz viele Neues dazu lernen müssen Wenn du dann auf den Schritt in die Selbstständigkeit gehst, ist es schon ein Riesenschritt.
00:17:10: Da haben wir jetzt auch im Freundeskreis einige, die das gewagt haben sozusagen und da tauschen wir uns ja auch viel aus und... ...ist schon immer ein großes Thema.
00:17:20: Ja aber der stützt so zur... Einste Praxis, der hört nach und nach auf.
00:17:24: Also die Kollegen, die sich jetzt noch oder Leute aus einem Volkskreis in den Nier gelassen haben sind fast alle schon eine bestehende und geteilte Praxis reingegangen.
00:17:33: Wo halt im Prinzip die Infrastruktur schon da ist?
00:17:35: Oder Patientin stammt schon da, wo halt andere Kollegen da sind, die einem helfen können.
00:17:40: Genau!
00:17:41: Das ist ja auch glaube ich schwierig an den kompletten Däubaxes zu printen.
00:17:43: Da muss er auf dem Kassensitz und so.
00:17:45: Das ist das ganze Thema.
00:17:46: also klar heißt es eher dann so die Altersnachfolge wahrscheinlich oder oft in den meisten Fällen.
00:17:50: Richtig Und habt ihr das Gefühl, dass durch diesen Hausärzteverband...
00:17:55: Ja ja genau richtig.
00:17:57: Hausärzteverband in jeder Aktivzeit, dass man da Einfluss nehmen kann?
00:18:01: Also im Moment gerade steht die große Reform aus und wird eingebracht mit, wie ich finde, so schwierigen Inhalten.
00:18:09: Habt ihr das Gefühle, dass ihr da Ein Fluss über den Verband
00:18:13: nehmen könnt?
00:18:14: Den Möglichkeiten, die natürlich da sind, inwieweit an die Politik reinlässt.
00:18:18: Es waren schon einige Vertreter immer von der Politik auch da dem gestellt, wie viel dann am Ende natürlich bei denen ankommt und gehört wird ist dann immer noch mal die Frage.
00:18:28: Aber es gibt halt auch einfach keine andere Möglichkeit da überhaupt den Fuß in getürt zu bekommen.
00:18:32: Und deswegen finde ich dann die Ausrede zu sagen ja läuft nur schlecht und ich mache dann halt nichts weil passiert ja eh nichts.
00:18:37: das finde ich das Schlimmste.
00:18:38: also wenigstens versuchen
00:18:41: oder glaube schon dass der Haushaltsverband gerade im Warnwirt schon einen viel Einfluss hinsichtlich der Krankenkassen hat.
00:18:47: also da schon sind wir in den meisten Kassen auf einen guten Beziehung und was auch die Verhandlungen angeht.
00:18:54: Schwieriger wird es dann wahrscheinlich schon auf bundespolitischer Ebene, wenn's halt wirklich Richtung auch Bundestag- und Gesundheitspolitik geht.
00:19:02: Da kommt es natürlich auch immer drauf an wie viel Gehör möchte man denn den Hausärzten dann auch dort geben?
00:19:07: Und ja das ist glaube ich zurzeit ziemlich schwierig um das einfach mal ehrlich zu sagen.
00:19:13: Naja so wie Annette sagt es muss halt Geld gespart werden.
00:19:16: große Umbrüche stehen an Und obwohl zahlenmäßig eigentlich im ambulanten Bereich mit am wenigsten zu holen wäre, wollen sie da am meisten sparen.
00:19:24: Also da fragste ich halt wirklich was damit nicht.
00:19:27: Ich
00:19:27: glaube dabei ist den meisten Menschen auch nicht so gewusst.
00:19:29: aber so ziemlich achtundneunzig Prozent der Kosten im Gesundheitssystem entstehen ausschließlich in den Krankenhäusern und nur drei Prozent im Prinzip im Amsarnbereich.
00:19:38: Aber die Versorgung ist genau anderswo.
00:19:40: Im siebenundneinzig Prozent des Menschen werden halt ambulant behandelt und der Rest nur stationär.
00:19:44: und da ist halt ein riesengleichiger Gewicht in der Kostenverteilung.
00:19:48: Und deswegen ist es natürlich für jeden niedergelassenen Kollegen, ob nur hausärztlich oder kardiologisch.
00:19:52: Oder was auch sonst eigentlich das unverständlich warum dann diesen Bereich so gespart werden soll während dem Klinikbereich mit vollem Händen rausgekippt wird.
00:20:03: Zumal hier eh schon also gerade an der Front sage ich jetzt mal die allgemeinen Ärzte fangen ja auch einfach unglaublich viel ab.
00:20:09: Also ein großes Patientenspektrum haben viele...
00:20:14: So wie die Masse?
00:20:16: Die Masse breit ihr auf, sag ich jetzt mal.
00:20:17: Ja und hier wird sortiert und gefiltert und es ist ja eigentlich deswegen überhaupt nicht nachvollziehbar weil eigentlich braucht man das ja wenn wir die alle ungefilterd auf die Krankenhäuser loslassen würde.
00:20:28: Was wir so witzig finden, dann diskutieren sie über das Primärarztsystem und kürzen aber weg und wollen aber dass sich gleichzeitig mehr Leute niederlassen also irgendwie findet den Fehl.
00:20:36: Also das kann ja nicht funktionieren.
00:20:37: und jetzt stellen wir uns mal vor du bist junger Kollege oder auch älterer Kollege und überlegst ob sich nieder lässt und hörst das und hast eigentlich Angst ... um deine Wirtschaftlichkeit, dann lasse ich mich nicht nieder.
00:20:47: Wenn mir das nicht... Also ist ja auch nachvollziehbar.
00:20:49: Signal ist katastrophal aktuell muss man ehrlich so sagen.
00:20:52: Ja
00:20:52: also da wird es wenig Kollegen geben die sagen selbstverständlich mit weniger Geld mehr Stress weniger Personal kein Problem mache ich
00:21:00: hier
00:21:01: aufs Land wo keiner was genau oder wo kein Personal ist und daran lass sie mich jetzt niedere Dingen gewinnt.
00:21:07: ja so gut.
00:21:08: Was wird heute eher nicht passieren?
00:21:10: Ja,
00:21:11: ich finde auch der menschliche Faktor kommt überhaupt zu kurz.
00:21:13: Weil eigentlich ist ja der Hausarzt so der Ansprechpartner für wenn ich jetzt egal ob was... Ich finde eh nicht jetzt ein Problem aber mentalkörbelig weiß was ich und das nimmt er auch alles immer mehr zu.
00:21:23: und wo sollen die Leute sich denn hinwenden als?
00:21:25: ich meine auch
00:21:26: gerade?
00:21:27: Ja genau das ist das.
00:21:28: Psychotherapeutin kriegen auch gekürzt wir haben eh zu wenig dann gehen sie auch noch weniger Geld irgendwie Wie du sagst, die Anlaufstelle sind ja primär wir.
00:21:36: Und natürlich würden wir sie gerne weitervermitteln weil du sehr schnell siehst ob jemand Hilfe bedarf oder nicht.
00:21:42: aber du kannst ihn irgendwann mal hinschicken während jetzt auch die letzten Wochen ganz oft Probleme die Leute auch stationären wenn es wirklich dringend initiiert wäre irgendwie unterzubringen und auf Tagesklinik die warten dann über neun Monate.
00:21:52: das kannst du einfach nicht machen.
00:21:53: wie soll es nun sein?
00:21:54: Ja das funktioniert nicht!
00:21:56: Und
00:21:56: Patienten der akute Suizidate angeht und das Akuthaus weist sie ab.
00:22:02: Das kann es halt einfach nicht sein.
00:22:03: Ja,
00:22:03: da musst
00:22:04: du zum sagen warten wir ganz kurz.
00:22:05: Einfach mal warten!
00:22:06: Ja genau.
00:22:07: Das ist wirklich manchmal eine absurde Situation.
00:22:10: Das Problem in Anführungszeichen ist ja dann sitzen Sie wieder bei uns weil entweder wir können natürlich auch nur bedingt an dieser Stelle helfen.
00:22:17: Wenn die Akutsuizide alles kann ich nicht mehr in so einer Stunde bei demjenigen sein.
00:22:21: Und das ist manchmal echt frustrierend.
00:22:24: Also für uns und für die Menschen halten oder für die Patienten dann in dem Fall auch.
00:22:29: Ja, und auch die Wege werden auf dem Land natürlich immer weiter, dann auch für andere fachärztliche Konsultationen.
00:22:35: Vor Ort ist schon schwierig und der eine, der vor Ort ist es noch überlaufen bis zum Gegend nicht mehr.
00:22:41: und da muss man Teilweise wirklich schon absurde Fahrstrecken auf sich nicht mal als Patient um halt vielleicht so einen Kardäologen, Neurologen oder was auch immer zu.
00:22:49: Wir
00:22:49: haben Leute die zum Rheumatologen an den Standberger See oder so fahren.
00:22:52: also das bin ich schon.
00:22:53: Oder in München ja Ulm ist standardmäßig... Das ist ja noch nah.
00:22:58: Ja genau!
00:23:01: Aber ihr zwei schaut trotzdem positiv in die Sekunde?
00:23:03: Absolut für uns.
00:23:13: Die sind selber ärztlich können und selber versorgen.
00:23:17: Wir hauen immer genug Patienten.
00:23:22: Also, ja genau dafür muss man vielleicht differenzieren.
00:23:25: für wen?
00:23:27: Ja also fürs Gesundheitssystem.
00:23:31: Ich finde das immer blöd wenn wir alle sagen wir sehen schwarz aber es ist tatsächlich gerade einfach eine schwierige Situation Muss man einfach so sagen.
00:23:38: Es
00:23:38: geäufte halt mal eine echte Reform, die halt auch wirklich sehen und die wollen ausgearbeitet ist.
00:23:43: es gibt immer viele Interessensverbände, die natürlich alle irgendwie mitmischen wollen und jeder möchte natürlich sein Teil besonders gut abgebildet sehen.
00:23:52: aber... Eigentlich müssten alle einen Eintisch und nicht eine kleine Expertenkommission der Bundesregierung dann irgendwas zusammenstreichen, die mit Sicherheit hinten auch noch jeder zwanzig Lobbyisten im Nacken haben.
00:24:06: Sondern eigentlich müssten allen Vertretergruppen da mal ein Eintish und ne vernünftige Reform auf den Weg bringen und die dann wirklich mutig durchziehen.
00:24:12: Was wir manchmal sagen was ganz witzig ist weil es ja doch zu... Ja, ich will sagen Konkurrenz unter den Ärzten.
00:24:18: Aber das ist ja trotzdem dann so, naja... Dann sind da die Kardi-Logen gegen die Endoklinologen gegen die Allgemeinmediziner gegen sonst noch was?
00:24:23: Da gönnt sich ja der eine oder dem anderen auch manchmal nix.
00:24:26: Aber im Grunde müsste man auch da sagen, ihr stehen geschlossen zusammen und wir lachen immer.
00:24:32: es gab einmal einen Streikaktion Mittwochs nachmittags.
00:24:35: Das fand mir super!
00:24:37: So Blatspraxen mit von Hamburg aufhaben
00:24:39: weil dann auch jeder mitkriegt das gestreikelen.
00:24:41: Und gesagt eigentlich müsstest du mal einfach montag bundesweit die Praxen einfach mal zumachen.
00:24:45: solidarisch Einfach mal symbolisch, solidarisch damit die Leute einfach auch mal verstehen was da aufgefangen wird.
00:24:51: Aber das kriegt man natürlich nicht durch leider Gottes.
00:24:54: aber das wäre tatsächlich einfach mal um Zeichen zu setzen gar nicht so verkehrt.
00:24:59: Ja vielleicht insgesamt im Gesundheitswesen?
00:25:01: Generell ja!
00:25:01: Das betrifft die Drangenhäuser Jageis genau sehr.
00:25:04: Ich klede, Lolli und ich
00:25:05: auch immer.
00:25:06: Genau alle die in dem System arbeiten haben ja ähnliche Probleme auf anderen Ebenen, aber ähnlichen Problems.
00:25:12: Das betrüft hier alle.
00:25:15: Ja, wirklich.
00:25:16: Wenn ihr jetzt drei Tipps geben könntet an jemanden der jetzt frisch eine Praxis aufmacht, der ist genauso jung motiviert sprudelt welche drei Tipp werden das?
00:25:31: Oha!
00:25:33: Also mit Abrechnung geschäftigen ist auf jeden Fall Thema.
00:25:35: Mit abreichenden Beschäftigten sollte man sich unbedingt vorab schonen, das ist auch auf jeden fall sinnvoll.
00:25:39: Da gibt es auch Abrechungsberatungen von der KV und vom Hausärzteverband.
00:25:45: Genau, als in Vergon.
00:25:46: Das
00:25:47: wäre
00:25:47: so nahe.
00:25:48: Vor allem genau, also vorher sich angucken was man da übernimmt auf jeden Fall.
00:25:52: Also
00:25:53: was
00:25:54: so nähen?
00:25:55: Also tatsächlich sowohl Patienten als auch Räumlichkeiten, Inventar und auch das Personal anchecken und gerne mit denen auch mal sich mal privat treffen, auch mal außerhalb der Praxis um mal zu gucken wie sind die so drauf?
00:26:07: weil... Tatsächlich im ersten Jahr, denn ich finde das Personal ist wirklich der größte Knapppunkt.
00:26:13: Weil man muss sich miteinander eingehoben und hat selber eine neue Idee von sowas.
00:26:18: Und da muss man einfach gucken wer dazu einem passt und wer nicht.
00:26:22: Das regelt sie schon von allein dann auch über die Zeit.
00:26:25: Ist nicht das Thema aber dass man sich es nicht unnötig schwer macht am Bank.
00:26:30: Also da hat das Augenlag drauf liegen?
00:26:32: Ja.
00:26:34: Ansonsten einfach so eine Idee zu haben wo man mal hin will oder was Was man einfach gerne möchte, ne?
00:26:39: Man kann das ja auch alles ganz entspannt sehen und weniger machen als wie... Das ist nicht notwendig.
00:26:45: Das muss nicht jeder machen.
00:26:47: Aber dass man sich das auch... Dass man einfach das beißt, wo man gerne hinmöchte.
00:26:51: Die Vision kann!
00:26:52: Die
00:26:52: Vision, genau.
00:26:53: Absolut.
00:26:54: Eine Vision.
00:26:55: Die Amma.
00:26:57: Am besten so einen guten Partner
00:26:58: wie ihr beide.
00:26:59: Ja, genau, der Graf.
00:27:01: Das hilft's auch.
00:27:06: Super.
00:27:07: Ja, unsere Zeit ist um!
00:27:08: Ich bedanke mich für eure Zeit.
00:27:09: Ich bin so... ich hoffe, dass wir vielleicht nochmal irgendwann mal machen, weil es einfach tut halt Spaß macht und leuchtig.
00:27:15: Egal was wir miteinander zu tun haben.
00:27:18: Und ich sage vielen Dank für eure die Zeit.
00:27:20: Bleibt optimistisch, bleibt dabei, weil das Gesundheitswissen braucht.
00:27:23: zum Menschen, die ihr zwei.
00:27:24: Wir geben uns Mühe.
00:27:25: Nein, vielen Dank.
00:27:26: Danke
00:27:28: auch.
00:27:31: Was
00:27:31: für eine Folge und was für eine geballte Ladung gestalter Energie.
00:27:36: Ein riesiges Dankeschön!
00:27:37: An dieser Stelle auch nochmal an Jona und Markus Ober für dieses ehrliche offene Gespräch, das mir extrem viel Freude bereitet
00:27:44: hat.
00:27:45: Ihre drei wichtigsten Tipps für den erfolgreichen Praxisstaat und eigentlich allgemein zum Thema Praxisführungen nähen wir natürlich super gerne mit.
00:27:53: Erstens habe ich eine klare Vision.
00:27:55: Zweitens, der Faktor Mensch ist so so wichtig.
00:27:58: Du musst
00:27:59: das Team finden dass wirklich zu deiner Philosophie passt.
00:28:01: und drittens beißt euch durch die harten Fakten.
00:28:04: beschäftigt euch frühzeitig mit dem Thema Abrechnung und Wirtschaftlichkeit.
00:28:09: Wer im Gesundheitswesen etwas verändern will darf nicht auf das System warten sondern muss aktiv werden und es wenigstens versuchen.
00:28:15: Wie denkst du darüber?
00:28:17: Schreib
00:28:17: mir deine Gedanken super gerne auf Instagram.
00:28:20: lasst den Podcast eine Bewertung da und aktiviere die Glocke um keine Folge mehr zu verpassen.
00:28:25: Ich sage vielen lieben Dank fürs Zuhören.
00:28:28: Bleibt mutig, gestaltet weiter!
00:28:30: Denn ihr wisst ja Mut kommt von Machen.
00:28:32: und damit sag ich Tschau bis zum nächsten Mal.
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