[Interview] Gesunde Führung: Warum Achtsamkeit bei dir selbst beginnt

Shownotes

In der heutigen Folge im Club der Gestalter teilt Lena ihre wertvollen Erkenntnisse zum Thema gesunde Führung im Gesundheitswesen. Sie nimmt uns mit auf eine Reise weg vom ständigen „Funktionieren-Müssen“ im System hin zu einer mutigen Entscheidung für die eigene Gesundheit und mehr Achtsamkeit im Alltag.

Die Themen dieser Folge im Überblick:

Der Konflikt zwischen Funktionieren und Selbstfürsorge: Warum gerade Fachkräfte im Gesundheitswesen dazu neigen, ihre eigenen körperlichen und mentalen Grenzen völlig zu ignorieren.

Gefühltes Überfordertsein vs. kleine Schritte: Wie sich der Ausstieg aus dem gewohnten Hamsterrad anfühlt und warum „Little Steps“ der wahre Schlüssel für langfristige Veränderungen sind.

Wer bist du ohne deine Rolle?: Warum der Blick auf das eigene Ich – abseits von Positionen wie „Oberarzt“ oder „Leitung“ – so essenziell für die eigene Regeneration ist.

Führung durch Vorbild (Role-Modeling): Wie wir durch das Einfordern eigener kleiner Pausen eine gesündere Kultur im gesamten Team anstoßen können.

Achtsamkeit im stressigen Alltag: Warum es sich verdammt noch mal lohnt, mit simplen Tools wie der „One Minute to arrive“ für sich selbst einzustehen und das eigene Wohlbefinden wieder wichtig zu nehmen.

🔗 Links & Ressourcen zu dieser Folge:

Von unserem Gast Lena Weinert-Göller: Website: www.lenaweinert.com/ Instagram: @lena_weinert E-Mail-Kontakt: info@lenaweinert.com

Vom Club der Gestalter (Annette): Website: www.annetteszabo.de Instagram: @annette.szabo LinkedIn: @annette-szabó

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wer bin ich ohne meine Arbeit?

00:00:01: Wer bin nicht ohne meine

00:00:02: Position?".

00:00:03: Ja, mit dieser unglaublich starken Frage steigen wir heute ein in eine neue Folge im Club der Gestalter.

00:00:09: Es ist schon fast ein trauriges Paradoxon ausgerechnet im Gesundheitswesen.

00:00:13: Dort wo die Menschen es eigentlich am besten wissen müssten wird tagtäglich der größte Raubbau am eigenen Körper betrieben.

00:00:20: Der Druck im System ist riesig und das Ständige funktionieren müssen führt dazu dass die eigene Gesundheit oft ganz hinten ansteht.

00:00:28: Doch wie können wir diesen Kreislauf durchbrechen?

00:00:30: Genau darüber spreche ich heute mit Lena Weinert.

00:00:33: Lena ist Sportwissenschaftlerin, Coach und Expertin für gesunde Führung.

00:00:36: Sie begleitet Menschen im Gesundheitsbereich dabei, gesunde Strukturen zu schaffen die wirklich zum Einzelnen passen.

00:00:42: weg von starren Konzepten hin zur individuellen Lösungen.

00:00:46: Das alles gibt's gleich.

00:00:47: aber jetzt starten wir erstmal so richtig los!

00:01:04: Stillstand.

00:01:05: Aber wir wollen nicht mehr einfach nur funktionieren und Opfer des Systems sein, deshalb schmeißen die hier im Klub der Gestalter alte Muster aus dem Fenster.

00:01:15: Hier geht es ums Anpackung – um's verändern

00:01:18: für dich

00:01:18: dein Team und deine Patienten damit der Job wieder Spaß macht und nicht nur Nerven kostet!

00:01:24: Ich bin Anna Tesabo

00:01:25: und nun

00:01:26: wünsche dir ganz viel Spass bei dieser Folge.

00:01:30: Hallo Lena ich freue mich wirklich sehr dass du dir heute Zeit wimmst.

00:01:36: Mir ist aufgefallen, dass im Gesundheitswesen eigentlich gerade da wo es die Menschen besser wissen müssten.

00:01:42: Ganz viele Menschen gibt die, ich will mal sagen, gerade zu Raubbau mit ihrem Körper betreiben.

00:01:48: und da kommst du jetzt ins Spiel weil dein Thema ist eben gesunde Führung und deswegen sprechen wir heute darüber wie wir's besser machen können.

00:01:55: aber vielleicht magst Du dich einfach mal ganz kurz vorstellen.

00:01:59: Ja, vielen Dank.

00:02:00: Hallo Annette!

00:02:01: Liebe Zuhörerinnen, ich freue mich sehr heute dabei sein zu dürfen und über das wichtige, wichtige Thema gesunde Führung zu reden besonders eben im Gesundheitsbereich.

00:02:11: Ich bin Lena Alina Weinhard-Göller und ich bin vorwiegend einerseits in Unternehmen unterwegs und versuche da zusammenzibilisieren.

00:02:18: wie können wir denn da wirklich gesunde Hührungen, gesundes Arbeiten umsetzen in Form von Vorträgen auch Seminaren und Trainings?

00:02:24: Und aber auch im eins zu eins, besonders mit Menschen die eben ja ein Sportbewegungsbereich.

00:02:29: Aber auch im Gesundheitsbereich arbeiten und sagen Ja das ist so meine Leidenschaft, die will etwas verändern.

00:02:34: ich sehe in einem totalen Sinn.

00:02:36: Aber irgendwie kommt mein Körper mir fast so ein bisschen dazwischen.

00:02:40: also dieses Gefühl von Ich will da doch was Gutes rausbringen und dass es dabei einfach sehr schwierig ist auf sich selbst zu achten um sich daran nicht zu verlieren.

00:02:49: und da begleite ich halt auch im Eins zu Eins wie können wir wirklich Pläne, Strukture schaffen die wirklich für diese individuelle Person passen.

00:02:57: Weil das ja einfach so unterschiedlich ist nicht nur nach Arbeitswelt sondern einfach sehr abhängig von der Person was sie wirklich braucht.

00:03:04: in welchem System lebt sie genau?

00:03:06: und es sind so im Groben meine Themen die ich raus bringe.

00:03:11: Siehst du das auch so dass gerade in Gesundheitswesen viele Menschen das vernachlässigen auf sich selber zu achten?

00:03:16: Ist es auch so deine Erfahrung?

00:03:19: Ja, also definitiv.

00:03:20: Ich find's mal ganz spannend weil ich... Also ich bin ja selbstständig, soloselbstständig würde irgendwann gerne im Team arbeiten, weil ich es eigentlich liebe in Teams zu arbeiten und sehe aber auch da schonmal die Themen das da Menschen eben unterwegs sind.

00:03:32: Die sind dann Experten in ihrem Gebiet, die sind Experte in ihr Gesundheit.

00:03:36: Aber gleichzeitig müssen sie ja eigentlich ganz vielen sozialen Skills mitbringen.

00:03:41: Einerseits mit dem eigenen Team, aber natürlich auch mit Patienten-Patientinnen.

00:03:44: Und ist schon sehr komplex einfach plus das Gesundheitssystem, was uns ja nicht leichter macht.

00:03:49: Also der ganze Druck da ist die Menschen, die kommen hier nicht und sagen ich freu mich total auf unserer sehr viel im Sportbereich gearbeitet.

00:03:58: Die kamen zu mir und hatten wirklich Bock.

00:03:59: Sie haben sich gefreut heute da wie wieder zu Lena gehen Und dann habe ich manchmal Leute gefragt also ich hab auch viel mit Kindern gearbeitet wenn ihr zum Kinder geht nur zum Zahnarzt gehen.

00:04:08: Ich hatte eine gute Freundin dieses Zahnärztinge und sie hat immer gesagt oh ich hätte so gerne dass sie zu mir so gerne kommen aber wie bei dir, aber natürlich gehe ich nicht so gern zum Zahnarzt.

00:04:17: Ich genieße gerne zum Arzt und nicht so gerne ins Krankenhaus Und das ist ja schon ganz andere Energien sind und das von sich fernzuhalten.

00:04:24: also es ist sehr komplex Also das von Sich fern zu halten dann eben zu agieren eine Sitz im Team einerseits aber auch für mich und Ja Dann eben die Strukturen dies wirklich sehr sehr schwer machen in Gesundheitsbereich und ich glaube auch manchmal dieser Ich weiß ja so viel.

00:04:41: Also ich kenne mich ja sehr mit dem Körperlichen aus, also weiß nicht.

00:04:46: Also das Gefühl muss jetzt gar nicht unbedingt für mich umsetzen.

00:04:48: Ich würde seine Sport- und Bewegung geht noch oft.

00:04:51: Das ist vielleicht auch bei manchen wo ich sage da haben sie noch einen Bezug zu aber gerade auch Ernährung und Bewegungen sportiert sich im Studium nicht viel.

00:04:59: eine Rolle hier.

00:05:00: Man sagt es ganzheitliche ist auch nicht unbedingt dass was man in Gesundheitswesen als Input bekommt.

00:05:06: wie kann ich das dann für mich und habe da eben schon das Gefühl, dass gerade besonders Ärzte da oft einfach ja es auch sehr sehr schwer haben wirklich Zeiten für sich zu schaffen.

00:05:18: Ruhe für sich auszeiten zu schaffen so alleine sowas wie Bereitschaft ist ja auch macht hier ganz viel Nervensystem.

00:05:25: also da sind einfach viele Voraussetzungen die es einem definitiv schwerer machen und ich glaube es ist eben auch nichts unterschätzen wenn es jetzt spirituell anhört.

00:05:34: aber die Leute kommen ja mit einer Energie zu mir Und die ist ja seltenst total fröhlich.

00:05:39: Also oft natürlich, wenn sie am Ende es ihnen gut geht aber das kriege ich ja meist gar nicht mehr wirklich mit.

00:05:43: also dann sind Sie ja nicht mehr da und ich glaube dass macht schon viel mit den Personen die gesundheitswesen arbeiten.

00:05:51: Würdest du auch sagen, dass so sportliche oder sportliche Betätigung Gesetz ausdrücken.

00:06:00: Eine gute Prävention ist gegen diese ganz bekannten Krankheiten, die ja gerade im Gesundheitswesen oder bei pflegekräften Ärzten und MFA so gern auftauchen wie Bandscheibenvorfall.

00:06:10: Psychische

00:06:11: oder mentale Probleme?

00:06:15: Also mein Background liegt in der Sportwissenschaft, also früher Sportpädagogik und Sportmanagement habe da dann so mein eigenes raus gemixt sehr aktiv im Bereich Yoga, Ayurveda.

00:06:30: Es ist ein bisschen dieses Alternative bzw.

00:06:33: Alternativ nicht unbedingt sondern wie kann es dann ganz zeitlich angehen?

00:06:36: Und Sport und Bewegung spielt da für mich immer eine ganz große Rolle.

00:06:40: also einerseits was du ansprichst natürlich Rückengesundheit, Bandscheidenvorfälle

00:06:43: usw.,

00:06:44: weil wir einfach sehr belastet sind oft und die Muskulatur dafür nicht.

00:06:49: Nicht gleichzeitig sozusagen genug gestärkt wird.

00:06:52: sie wird dann sozusagen einseitig belastete von der Belastung im Job.

00:06:56: Aber das ist für den Körper eigentlich sehr, sehr ungesund.

00:06:58: Das ist einerseits eine sehr einseitige Belastung und es ist ja auch gar nicht so einfach, das auszuführen, dass es eben nicht gesundheitsschädlich ist.

00:07:07: Und da wäre es ein totaler Mehrwert zu sagen okay wie kann ich wirklich meine Kraft trainieren?

00:07:13: Also die Kraft würde ich sagen... Krafttraining ist ein Aspekt, den ich selbst jetzt in den letzten Jahren so als Spaß empfunden habe.

00:07:20: Früher fand ich das ganz, ganz schrecklich und mittlerweile macht es total gerne.

00:07:24: Und das macht einerseits mit der mentalen Gesundheit auch ganz viel.

00:07:26: Also ich fühle mich stark!

00:07:27: Ich kann was bewegen, ich kann etwas in die Hand nehmen, ich kannst mich selbst halten.

00:07:33: Gleichzeitig aber auch der Ausdauersport also da wieder fürs ganze System, also mein Immunsystem wird gestärkt.

00:07:38: Einerseits auf der medizinischen Ebene war auch wieder mental.

00:07:41: Also dieses Gefühl von wie kriege ich mal hin im Kopf?

00:07:44: eine Auszeit zu haben, weil ich habe ja auch sehr viel Druck.

00:07:46: Also ich muss ja zu dem Moment funktionieren.

00:07:48: also je nachdem welche Stelle ich hab im Gesundheitssystem oder in Krankenhaus geht gar nicht im Sinne von mal gucken oder ich hab mal kurz durchatmen sondern es ist wirklich sehr getaktet und das ist aber auch ein großes Thema wenn ich damit Ärztin drüber spreche dass auch dieses Gefühl ist von fertig mit der Arbeit bin, damit ich halt auch platt.

00:08:11: Also es ist ja auch eine körperliche anstrengende Arbeit und das macht's natürlich sehr schwer wirklich zu sagen wie kann ich denn dann in meinen Tagesablauf um einen Alltag meine Wochen, meine Monate bewusst eben überhaupt das mit reinbringen ohne das Gefühl habe es noch nicht zu tun?

00:08:28: Weil das ist schon oft das Problem dass er wir überreizt sind und dann kommen wir abends zu Hause, und es ist halt die Couch.

00:08:34: Und das ist nicht... Jetzt zieht sich die Laufsachen an!

00:08:37: Also ich gebe da schon immer viele Hinweise wie wirklich die Sachen mitnehmen also gar nicht dieses eine Chance geben auf die Couched gehen aber auch in Kleidenschritten beginnen was ich nicht das Gefühl habe genau also dass ich nach einem super anstrengenden Arbeitstag noch meine zehn Kilometer richtige Renne Dann kommen wir auch so Richtung Burnout-mäßig.

00:08:56: Wir können auch mit Sport Genau, genau.

00:09:00: Weil ich kann ja auch da ins Übertraining schnell reinfallen und es ist auch... Es kann auch sein dass das eben in dieses so bisschen wie weglaufen also so ich beschäftige mich einfach nicht Ich mache weiter Und gleichzeitig gibt's da ja so viele Bewegungsarten So viele Varianten von Sport von Bewegung Wo wir oft als Erwachsene finde ich ein bisschen die Neugier verlieren Also mal was auszuprobieren, mal zu experimentieren Ja und das ist Das war sich auf meinen Kundinnen immer empfehle ist auch ein bisschen anders zu sehen.

00:09:28: Ich habe unbedingt eine Challenge, jetzt noch eine Challenge umdrauf und ich habe genug Challenges in meinem Leben.

00:09:33: Sondern vielleicht zu sagen, ich mache einen Experiment.

00:09:35: Ich probiere das mal aus wie es ist wenn ich in der Mittagspause spazieren gehe?

00:09:41: Wenn ich eben meine Schnitte esse oder wie ist es wenn ich nicht im Krankenhaus arbeite sondern vielleicht eine Praxis?

00:09:47: Vielleicht gibt's doch Gespräche die ich vielleicht gehen oder zumindest stehen führen kann.

00:09:51: also Wie kann ich da so ein bisschen Routinen reinbringen Strukturen, die mich selbst unterstützen dass ich eben auch am Ende nicht so diese Gefühle habe.

00:09:59: Also, okay, ich kann jetzt gar nichts mehr.

00:10:02: und beim Sport- und Bewegungsbereich ist eben ein Faktor der wirklich... also der ist ja auch nicht skalierbar und auch nicht so fassbar, ist aber einfach freudig und spaß.

00:10:10: Und wenn ich den nicht hab, dann die ganze Zeit mein Kopf sagt und das ist ja viel im Fitnessbereich noch bisschen mehr und no pain, no gain, so dieses... Ist denn die Frage ob uns es so gut tut?

00:10:20: Dieses nochmal durchbeißen oder ob ich merke... Das kannst du mir vielleicht was machen Dann macht das.

00:10:26: Aber wenn du das Gefühl hast von wegen innerlich, dass du denkst, man sagt dann oft... Sie können viele sagen und ich denke die ganze Zeit, oh!

00:10:33: Ich würde sie gerne so, nur die Pläne rennen, nur ich denke in der Nacht ist irgendwie nicht so Sinn.

00:10:38: Aber sich da auch zu erlauben was macht mir wirklich Spaß und Freude?

00:10:43: Und dafür muss man natürlich ein bisschen ausprobieren.

00:10:44: Also es weiß man nicht unbedingt, also muss man schon ein bisschen hingucken.

00:10:50: Also ich kann ja aus eigener Erfahrung auch sagen, dass sich da vollkommen zustimmen.

00:10:54: Weil meine OP-Karriere, sag' ich nenn's jetzt einfach mal so, wurde durch den Bandscheibenvorfall beendet und dann auch seit... Seit zwei tausend siebzehn mach ich regelmäßig Krafttraining dreimal die Woche.

00:11:05: Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, das... Die Crux am Sport ist hier einfach der Macht.

00:11:10: erst also so ging es mir Der macht erst wirklich Spaß wenn du so eine gewisse So eine gewisse, wie nennt man das so ein gewisses Level?

00:11:17: Genau.

00:11:19: Und am Anfang diesen Schweinehund zu überwinden.

00:11:24: also mir hat da immer geholfen weil du das vorhin angesprochen hast dass man sich nicht eben gleich wieder überfordert mit so Challenges.

00:11:31: Mir hat immer gehofft wenn ich dann für mich dann zu mir gesagt habe jeden Schritt den ich jetzt mache ist mehr als wenn ich jetzt auf einer Sofa liegen würde.

00:11:40: Also das sind die Little Steps Und man weiß ja auch, dass Gewohnheiten sich... Da wirst du jetzt bestimmt besser darüber Bescheid wissen.

00:11:49: Dass Gewohnheit sich eben erst nach einer gewissen Zeit wirklich etabliert haben und da muss man halt einfach durch, gell?

00:11:57: Genau!

00:11:57: Das ist schon mies.

00:11:58: Genau das ist schon richtig.

00:11:59: Man sagt, es gibt nur an sich Tage ungefähr.

00:12:02: Ich hab' da geht's auf.

00:12:02: Je nachdem wie man liest, je mal aus welchem Bereich es kommt also so wissenschaftlich sagen vielleicht was unterschiedliches.

00:12:09: Und das stimmt halt schon.

00:12:10: Das ist halt auch das, was ich oft reingehe.

00:12:12: beim Anfang ist dieser Spaß in den Freunden noch nicht da und das macht es uns oft sehr schwer.

00:12:18: Aber ich glaube auch, wenn's oft halt eben ein bisschen falsch orientieren also so dieses Gefühl von am liebsten... Also wir haben natürlich auch in unserer Außenwelt dieses ne?

00:12:26: Wenn du keine Falten haben willst dann mach dir Botox und hast es morgen nicht mehr!

00:12:32: Es gibt halt viele Varianten wie du angeblich ganz schnell die Dinge an deinem Körper verändern kannst.

00:12:37: Und wenn man aber ehrlich ist medizinische Prozesse biologische Prozepte gehen halt nicht so schnell Und das ist halt schon auch anstrengend auszuhalten, weil um uns herum ja also die Werbung erzählt und es ja was anderes.

00:12:48: Das sehen wir ja auch viel.

00:12:50: Also Social Media ist dann natürlich auch ein Krisenfaktor leider der uns ja eher das Gefühl gibt so von wegen wieso finde ich's denn so schwer?

00:12:58: Wieso ist es denn für mich so anstrendend?

00:12:59: Da gibt es ja so viele wie die.

00:13:01: vielleicht scheinbar ganz leichtes und man sieht hier auch immer nur die Ergebnisse.

00:13:06: den Weg, der wirklich ätzend manchmal ist.

00:13:08: Also ich versuche einen Liegestütz zu machen und merke, ich kann mich gerade so nur halten, das ist jetzt nicht ein cooles Gefühl.

00:13:16: aber wie du sagst zu sagen, ich mache diesen zum Beispiel mach null zu halten damit irgendwann vielleicht der Liegestützen kommt und dafür muss sich halt dran bleiben um die Strukturen schaffen wo dein Gehirn dir sagt, dein Verstand dir sagt nee es lohnt sich nicht uns trotzdem machen Ja, das braucht schon genau Überwindung.

00:13:34: Vielleicht auch Unterstützung oder ich sage immer Commitment ist da sehr wertvoll, dass vielleicht eine andere Person sich zu verbinden also zu sagen hier soll was zusammen machen oder auch nur darüber sprechen, dass man das machen möchte.

00:13:46: Also dann hat man immer so ein bisschen diese Angst habe ich es doch nicht hinbekommen aber auch das mal näher zuteilen.

00:13:51: Ich sage immer mehr Raum für Verletzlichkeit zu sagen ja und jetzt hab' ich sie jetzt noch nicht geschafft Mann!

00:13:57: Und dann ist da aber hoffentlich einer Person die sagt naja Vielleicht versuchst du es jetzt einfach wieder.

00:14:06: Das darf ruhig, man sich auch ein bisschen tricksen zu sagen ja das brauche ich denn um das wirklich umzusetzen.

00:14:14: Ja und ich glaube auch, man muss sich am Ende des Tages immer so den Mehrwert vor Augen halten.

00:14:18: Also eben wenn's mal nicht passt oder mal lieber auf einen Vortrag sitzen würde oder die Füße auch legen würde in irgendeine Form dann muss ich einfach den Mehr Wert... vor Augen halten.

00:14:29: Und das spielt ja auch wieder auf das einen, was ich ja immer sage mit dieser Gestaltungsreihe.

00:14:35: Das gehört auch schon ein bisschen dazu dass man sich selber gut um sich kümmert damit man sich eben einen guten Arbeitsplatz oder einen Arbeitsumfeld in Gesundheitswesen schaffen kann.

00:14:44: also gerade in diesem Bereich wo es wie ist ja meiner Meinung nach mehr denn je brauchen die gute Arbeit und darauf zahlt das eben auch ein.

00:14:53: und da muss man sich dann halt vor Augenhalten Das große Ziel, damit er reichen möchte.

00:15:00: Ja ein Warum dahinter ist immer sehr wichtig.

00:15:01: und ein Warum?

00:15:03: Was ist wie?

00:15:04: ich will abnehmen, ich will anders aussehen das ist oft nicht unbedingt sehr langfristig aber ein Warum?

00:15:08: Ich möchte vielleicht in zehn Jahren weiterhin meine Wasserflaschen die Treppe hoch tragen können oder ich möchte eben den Job so lange machen weil er sich an sich mir Spaß macht.

00:15:19: Es ist halt ein Stegeres, warum für okay ich mache jetzt... Ich gehe jetzt trotzdem in zum Krafttraining, obwohl ich heute wirklich gar keinen Bock habe und müde bin.

00:15:26: Und macht da vielleicht eine wirklich angepasstere Einheit?

00:15:29: Also auch das darf ja sein.

00:15:30: aber ich war da, dieses Show-Up-Ding.

00:15:32: Das macht auch viel mit Gewohnheiten.

00:15:33: also ich bin dahin gegangen, ich bin da reingegangen, weil es nicht Studio ist oder ob es irgendwie eine andere Form ist.

00:15:39: Aber ich war dann und dadurch kriege ich auch das Gefühl von ah ich schaffte es!

00:15:43: Also das kann uns ja auch bestärken.

00:15:45: Also da dann halt wem weiter zu gehen.

00:15:47: genau

00:15:48: Du arbeitest ja oft mit Menschen in Führungspositionen oder in Personalverantwortungen, also die, sagen wir mal ein, zwei Stücken höher sind sag' ich.

00:15:55: Also noch vielleicht nochmal mehr Verantwortung haben.

00:15:59: und würdest du das unterschreiben wenn ich sage wer brennt?

00:16:04: Also wer innerlich ausbrennt der kann nicht gut führen dass da unmittelbare Zusammenhang ist?

00:16:10: Ja, an sich glaube das macht das Ganze halt eben auch schon sehr herausfordernd.

00:16:16: Ein gewisses Brennen sollte da sein, also eine gewisse Leidenschaft hielt ja total, ne?

00:16:21: Also dass ich eine Leidenschaft für das Thema habe, dass ihr auch eine Leidschaft habt für die Menschen, die ich da führe, also dass ich nicht nur die Leidenschraft fürs Thema hab.

00:16:28: Ich glaub' da hakels schon oft, dass wir halt eine Leiderschaft vielleicht für die Thematik haben und für die Gesundheit, für das Körperliche.

00:16:34: aber haben wir auch eine.

00:16:40: Und dann aber eben genau dieses zu sagen und wann ist denn der Punkt, dass es eben sozusagen so sehr brennt?

00:16:45: Also wann ist das eben so viel wenn ich gar nicht mehr abschalten kann außerhalb der Arbeit.

00:16:51: dann eben auch merke, okay gibt es überhaupt Auszeiten?

00:16:54: Wer bin ich?

00:16:55: Das finde ich eine sehr schöne spannende Frage.

00:16:56: Wer bin Ich ohne meine Arbeit?

00:16:58: Wer Bin ich ohne meine Positionen?

00:16:59: Also gerade Menschen die in Führungsposition sind zu sagen wer bist du denn noch also die das auch mal bewusst zu machen dass Du da als Mensch bist als Person bist in einer Rolle ist aber dass Du auch andere Rollen haben darfst Und daraus Energie auch ziehen kannst, weil eben mal das andere Pause haben darf.

00:17:17: Also ich bin da immer viel mit Pausen unterwegs und sage wir brauchen eben Regeneration genauso wie Anspannung und Entspannungen braucht unser Körper.

00:17:24: Das wissen die Mediziner an sich also wie sehr wir genau der Körper so gebaut ist.

00:17:29: Also alleine dass wir halt im Tag Nachdrückmusse haben es immer wieder Regenation oder wieder Zellen neu aufgebaut usw.

00:17:36: Wie kriegt es auch ein bisschen in den Rhythmus hin?

00:17:42: Das ist sehr, sehr schwer im Sinne von wenn ich eben also noch meiner Verantwortung bin.

00:17:46: Eben nochmal für Menschen Verantwortung habe in meinem Team Ich habe aber auch Verantwortung für die Patienten.

00:17:51: Also ich hab halt ein sehr hohes Verantwortungs-Pensum würde ich sagen.

00:17:56: Aber auch da würde ich immer versuche ich immer reinzugeben Wie ist es denn wenn bestimmte Sachen doch wirklich Verantwortung auch mehr verteilt wird?

00:18:04: Wenn etwas mir losgelassen wird was passiert denn dann?

00:18:06: und oft ist das ja so ein bisschen dieses.

00:18:09: Wir sind dann Experten in unserem Bereich, aber eben nicht unbedingt im Führen oder auch im Erkennen.

00:18:13: Was haben die Menschen für Stärken?

00:18:14: Was haben sie für Schwächen?

00:18:16: und auch da sehe ich einen großen Mehrwert wenn wir selbst als Führungskraft uns mit unseren besonders schwächen auseinander zu setzen weil wir nämlich den auch sagen können im Team hier also Beispiel von mir ist und das ist natürlich auch Verletzlichkeit zeigen Unternehmerinnen Die ist auch strukturiert geplant pünktlich so in Gruppen bin, wo ich war.

00:18:37: Die Zeit ist wichtig, sage ich.

00:18:38: bitte eine Person die mit mir auf die Zeit guckt, die mich kurz dran erinnert so wir haben noch fünf Minuten weil mir das manchmal passiert dass ich über die Zeit gehe und das möchte ich aber nicht.

00:18:49: Und dann zeige ich mich natürlich irgendwie verlässlich und wegen ja Ich habe nicht alles im Griff, ich hab'n nicht überall die Kontrolle Aber es ist auch okay.

00:18:55: Also um da zu gucken Wo sind meine Schwächen?

00:18:57: Wie kann ich dir aus den Stärken oder dem Team vielleicht rausholen?

00:19:00: also wo weiß ich?

00:19:02: Das könnte für mich fordernd sein und wie kann ich da mein Team und meine Menschen mit allem beziehen?

00:19:08: Und dann Ende, es ist halt mehr ein Geben und Nehmen.

00:19:10: Ich kann vielleicht auch das ausbrennen vermeiden weil's eben nicht alles also immer auf mich zurück fällt.

00:19:18: natürlich wenn es dann schief geht gar nicht jetzt sich sagen die Mitarbeiterin hätte dass sie darum kümmern müssen.

00:19:23: aber ich kann weiterhin besprechen ich kann sagen ah guck mal hat das nicht funktioniert wir können was sollten wir anpassen mehr Enge sozusagen, also auch untereinander schaffen.

00:19:34: Und wenn ich aber das Gefühl habe meine Führungskraft hat sowieso alles im Griff, die hat alles unter Kontrolle und die macht alles dies immer und überall.

00:19:41: Dann rage ich mich halt auch so okay wo kann ich unterstützen?

00:19:45: Das macht natürlich auch viel mit der Beziehungsebene und gleichzeitig geht aber auch die Gefahr viel eher dahin dass sich eben dieses ausbrennen rein renne weil ich ja einfach überall und immer sein muss in dieses Feuer löschen.

00:19:57: Also ich hab nicht mehr Ich habe nie mehr das Gefühl, auch dann verliere ich ja den Überblick.

00:20:01: Das ist ein sehr unangenehmes Gefühl und das äußert sich oft in der Stimmung, wie gehe ich mit den Menschen um?

00:20:09: Wie kann ich mich selbst regulieren?

00:20:12: Emotionsregulation ist da auch ein großes Thema wenn ich so angespannt bin.

00:20:16: Spreche eben anders in meinen Mitarbeitern.

00:20:18: Auch das immer wieder als warum zu haben.

00:20:20: Warum ist es wichtig dass ich mir pausen gönne und gucke was kann ich gut oder nicht so gut damit es da gar nicht hinkommt, also für Arbeitsatmosphäre.

00:20:28: So dieses Thema was ja auch nicht besonders greifbar ist.

00:20:31: aber ja da halt eben auch hin zu gucken genau.

00:20:35: Ja wir kennen alle diese Situation im Gesundheitswesen jede Tasche mal gearbeitet hat.

00:20:38: Da kennt alle den...

00:20:41: Ich sage,

00:20:41: bediene es mal Klischee.

00:20:42: Serienbrülden, Schirurken, gerne ich sofort in Wasser will und die Konflikte im Team, die sich dann irgendwie auf die ganze Arbeit auswirken und zäh sind und zum Teil auch dazu führen, dass Menschen einfach gehen und den Bereich dann verlassen?

00:20:57: Okay also so quasi dieses...ich kümmere mich um mich körperlich, hab' macht mit mental mit mir was, gibt mir neue Ressourcen und gibt mir wieder neue Gestaltungsraten und färbt auch ab auf mein Umfeld.

00:21:10: Dieses Role Model Ding sehe ich auch ganz, ganz viel.

00:21:13: Also wir sagen das ja oft im... Also wie gesagt können wir eher so ein bisschen aus dem pädagogischen Background und da ist es immer dieses Jahr Vorbild sein.

00:21:21: Kinderlernen vom Vorbild Kinderlern davon, wie wir uns verhalten.

00:21:24: Und das hört aber nicht, also sowieso das Gehirn entwickelt sich zwar anders weiter, aber wir haben diese Möroplastikität, also passiert ja weiterhin was?

00:21:31: Also der ist mittlerweile rausgefunden dass nicht dann einfach am Stopp ist von Entwicklung da jemand ein Vorbild ist, also im Vorbild für mich und die Dinge ähnlich tut.

00:21:42: Und auf sich achtet dann werde ich das auch als Mitarbeiterin mir viel eher erlauben und sagen... Ich mache auch kurz die Pause.

00:21:49: Also bevor was auch immer es ist, bevor das uns anfängt mache ich eine kurze Pause oder es gibt einen Check-In oder es gibts einen Kurz innehalten.

00:21:56: Das machen wir alle!

00:21:57: Dann fühlt sich das ja ganz anders an als wenn ich die bin, die und mein Chef das sowieso nicht macht und deswegen natürlich wahrscheinlich auch nicht gut finde.

00:22:06: Und da eben auch mal wieder im Hinterkopf zu haben, wenn ich zeige so.

00:22:11: Die nächste kommt erst rein und ich brauche aber immer eine Minute zum Durchatmen dann kriegen es eben die anderen auch mit und sagen vielleicht, vielleicht muss ich das auch mal kurz machen weil ich bin nicht besser, weil jetzt von einem Zimmern nichts renne oder sonst im OP ist natürlich sehr sonder Situation.

00:22:26: Aber einmal wieder zu sagen, so die Expertise habe ich ja meistens also die Hard Skills sozusagen und eher auf die Soft Skills zu gucken, als zu sagen wie gehe ich da rein?

00:22:41: Wie bin ich präsent?

00:22:42: Und dass das sehr viel macht.

00:22:43: Aber es ist natürlich wieder was, was jetzt nicht abbildbar ist und das macht's ja oft schwierig.

00:22:48: Obwohl ich da zum Beispiel, also bis jetzt immer nur tatsächlich in privaten Kontext mit Unternehmerinnen arbeiten habe, hab so Energieboards.

00:22:58: Also ein Board, wie ist meine Energie gerade?

00:23:01: Dass ich selber einchecke morgens, was ist mein Energie Aber zum Beispiel auch mit einem Partner oder mit der Familie.

00:23:06: Und das kann man ja auch ein Team machen, so, ne?

00:23:07: Also dass man eben auch mal reincheckt, wir haben heute Freitag, es ist vielleicht einen Unterschied zu Montag... Oder wie auch immer, könnte ich dir genau andersrum sein!

00:23:16: Und gar nicht um zu sagen, wir müssen es jetzt verändern.

00:23:19: Aber wir werden es mal sichtbar.

00:23:20: Also wir haben mal eine Ahnung davon und wir haben sozusagen auch eine Basis betroffen, wo wir sprechen können sein könnten.

00:23:25: Was gibt's denn für Möglichkeiten, um das langfristig vielleicht zu verändern?

00:23:29: Oder was hat es beeinflusst, dass es einen einen Tag vielleicht Mäuen war oder einen anderen eins, also Mäun wäre jetzt hoch- und eins sehr niedrig.

00:23:36: Also solche Sachen sich zu überlegen.

00:23:39: Also ich neige ja dazu, wenn ich jetzt Experten wie dich hier im Gespräch habe dass ich dann immer nach ganz konkreten Tipps und Tricks frage.

00:23:48: Aber es ist einfach in dem Fall glaube ich auch gar nicht möglich weil jeder Mensch einfach anders ist.

00:23:53: Ja, ich glaube das muss so kommen wahrscheinlich sehr drauf an welchem Verhältnis ich jetzt also Zuhörer zuhörerin in welchem verhältnis sich jetzt im Gesundheitssystem stecke sozusagen?

00:24:02: Ich glaube das macht schon mal schon Unterschied ob es jetzt Praxis oder auf Treckenhause ist ob's okay ist.

00:24:07: Ich glaube, das gibt einmal die Unterschiede.

00:24:09: Aber was ich sehr gerne im Bereich ... wie kriege ich mini-Nikro-Pausen hin?

00:24:14: Egal in welchem Bereich jetzt ich gerade unterwegs bin auch privat, mag ich sehr gern.

00:24:19: Das ist eine Art Achtsamkeitsübung, die nennt sich One Minute to arrive.

00:24:22: Also ich finde alleine der Titel es so einfach, sich zu merken und da ist es so dass man sich überlegt wenn ich zum Beispiel einen Raumwechsel habe oder wenn ich... Da geht's eher darum, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme oder andersherum vielleicht bevor ich in die Arbeit reingehe, dass ich eine Sekunde Sekunde, ne Minute, one minute.

00:24:40: Stehenbleibe dreimal tief durchatmen und wenn es mit einem anderen zufrieden ist dann machen wir das nicht.

00:24:44: aber einfach mal ausprobieren und kurz überlege wo komme ich gerade her?

00:24:49: Wo gehe ich gerade hin?

00:24:51: Und eigentlich verkomplizieren.

00:24:52: aber einfach wo komme Ich gerade hier?

00:24:54: ein bisschen wie wir eben zum Check-in gemacht haben was war heute schon?

00:24:57: Okay, ich bin halt mit dem Arbe schon gefahren.

00:24:58: Ich war schon im Stau und habe dabei Radio gehört.

00:25:01: Ich hab mir Sprache nachrichtabgehört was auch immer.

00:25:03: Das nur mal kurz durchgehen und gar nicht bewerten aber sich mal kurz bewusst machen okay Und jetzt gehe ich da rein.

00:25:08: Jetzt will ich präsent sein.

00:25:10: Jetzt schlüpfe ich meine andere Rolle.

00:25:11: also und das macht ein bisschen... Also es ist so eine Minimikropause Aber sie schult halt so ein bisschen dieses Bewusstsein in die Achtsamkeit zu sagen ja na?

00:25:19: Ich wechsle sozusagen die Rolle und mir wird auch bewusster Stimmt!

00:25:23: Es war jetzt gerade alles.

00:25:24: und eben habe ich auch gesagt so kurz mal abschütteln Und jetzt weitergehen.

00:25:28: Das ist ja was, was ich theoretisch auch im Arbeitsalltag ab und zu einbauen könnte.

00:25:32: also Ich gebe immer den Tipp das müssten Sachen sein die wirklich immer gleich sind aber sich wirklich visuell eine bestimmte Tür die ich immer rein gehen muss sei es die Haustür oder die Arbeitstür vielleicht kurz den Hand schon etwas langsamer anziehen und dann nur kurz denken okay das war jetzt gerade schon und da gehe ich jetzt hin.

00:25:52: Und wenn man das einzigmal geübt hat, dann auch vielleicht zu sagen eine kleine Intention setzen.

00:25:56: So aus dem Yoga auch.

00:25:57: Aber es ist wirklich ein Teil schöner Idee.

00:25:58: wie möchte ich jetzt in die nächste Situation gehen?

00:26:00: Mit Ruhe und Präsent oder oder schnell oder langsam also und dadurch so'n bisschen mehr Mikromikromikropausen reinzugeben.

00:26:09: Stimmt!

00:26:09: Das sind dann die kleinen Ministeps mit denen man starten kann.

00:26:13: Im OP geht's ja auch, das nennt sich dann Team Time Out.

00:26:16: Also bevor geschnitten wird vor einem ersten Schnitt Halten alle inne.

00:26:20: Der Anästhesist, der jetzt in einem Operateur sagt den Namen des Patienten?

00:26:24: Wir haben hier den Herrn... Wir operieren die... Das sind das!

00:26:28: Wir machen die linke Seite oder rechte Seite oder wie auch immer.

00:26:31: und das Wichtigste... Also das nennt sich dann Team-Term aus.

00:26:34: Ja

00:26:35: genau, aber im Prinzip ist es genau das Gleiche was du sagst Und die Schweiz habe ich mal gelesen, die gehen sogar noch einen Schritt weiter Die machen das... eine bestimmte Zeit lang.

00:26:44: Ich weiß es gerade nicht mehr, wie lange.

00:26:46: Also das steht komplett in der OP-Team still und geht kurz ins ich und ist einfach zusammen Und das ist ja auch ein Thema dass wir ganz oft verlieren eben wenn die Arbeitsbelastung hoch ist Wenn viele Patienten da sind.

00:26:59: also diesen ganzen Stress wo wir uns hier befinden in diesem Bereich Der jeden Tag auf uns einprasselt Da geht eben zuerst die Achtsamkeit flöten und das nicht nur für einen selber sondern auch Für die Menschen drum herum.

00:27:12: und ich glaube Ein ganz wichtiger Punkt, den du da bringst.

00:27:15: Weil endlich – und das predige ich auch immer – es geht ja letztendlich um die Menschen mit denen wir zusammenarbeiten, die vor uns sitzen und irgendein Problem haben oder unseren Rat brauchen oder unsere Unterstützung und Pflege brauchen.

00:27:29: wie auch immer aber ist jeder letztendlichen um die menschen und da ist Achtsamkeit glaube ich ein ganz großes Thema.

00:27:34: Ja Und wenn man sich jetzt weiterspint und in die Routine kommt und sagt okay Ich schaffe es wirklich für mich eine Routine zu etablieren Dann kann ich eben auch diese ganzen Benefits ab für mich generieren, die wir vorhin besprochen haben.

00:27:51: Ja,

00:27:52: ja.

00:27:52: Ich werde bewusster.

00:27:53: Genau!

00:27:54: Aber es fängt bei mir an.

00:27:56: Ja definitiv.

00:27:58: Und das ist ja ein ganz wichtiger Punkt, den du vorhin genannt hast, dass es gerade Ärzte und Ärztinnen, die lernst nicht.

00:28:03: Die werden halt auch erzogen oder ausgebildet mit vollem Fokus auf Behandlung.

00:28:10: Ja genau und das ist ja nur eigentlich ein kleiner Teil des Arbeitsbereichs, also irgendwie ein großer aber auch ein Teil Niedmann.

00:28:20: Und es fehlt halt sehr häufig Ja, wie kann ich mit den Menschen eben umgehen?

00:28:26: Also Gesprächsführung und solche Sachen.

00:28:28: Aber ohne... also ich finde das ist natürlich jetzt wieder aus Patientin Sicht aber das ist ja auch oft dass man merkt, dass da viel zu viel Stress ist, nicht dieses Umswitchen was ich zum Beispiel immer üben musste bei den Kids und bei den Jugendlichen.

00:28:38: Ich habe einen dreijährigen Andersgerät als ein siebzehnjährigen.

00:28:41: Aber mein Arzt redet meistens schon eher so mit mir besonders im Krankenhaus als ob ich auch Ärztin wäre.

00:28:46: Also, da kommen dann Wörter und so wo du denkst.

00:28:48: Da hab ich jetzt nachfragen und das ist ja auch oft das Gefühl von dass man sich nicht traut nachzufragen.

00:28:52: Wo ich mir denke, es ist doch irgendwie total falsch!

00:28:55: Es ist ja irgendwie die Dünflleistung.

00:28:57: also so besonders wenn ich möchte, dass die Patienten sich in Anführungsstrichen gut verhalten oder für mich auch etwas für ihre Gesundheit zu tun.

00:29:03: Dann ist ganz wichtig, dass ich auf Augenhöhe mit den Rädern und mich auch wieder reinversetzen kann okay muss jetzt nicht Dorsal, Ventral

00:29:11: usw.,

00:29:11: diese Wörther kennen weil es einfach Also ist einfach nicht wichtig für diesen Menschen, sondern es ist wichtig, es verständlich zu rüberzubringen.

00:29:21: Und das finde ich oft auch, dass man merkt und sagt, Unterschied?

00:29:25: Ist es jetzt ein Patient oder ist es Mitarbeiter?

00:29:27: Auch zu sagen wie spreche ich da.

00:29:29: Das sind natürlich auch nicht leicht, also es ist schon noch Herausforderungen.

00:29:33: Und auch da finde ich helfen eben solche Achtsammerkeitssachen, dass wir langsamer werden.

00:29:38: Ich habe es gerade aufwählen wird, ich schneide mal wieder zu schnell zu sprechen!

00:29:41: Und da übe ich dann so mal auch drin, dass sich dann sagt, einmal tief durchatmen.

00:29:46: Langsam sprechen und dann müssen wir uns eigentlich gar nicht so sehr konzentrieren sondern auch da wieder bewusst sein wer ist jetzt hier vor mir?

00:29:52: So bist du ähnlich wie Mopé vielleicht auch vor dem Zimmer sagen okay achte ich ihre gefraue jeden die Beschwerden der brauche ich nicht erzählen was für sich was alles im körper abläuft sondern Die würde gerne wissen wie lange muss sie noch hier sein?

00:30:04: das natürlich kann ich es oft denn nicht sagen.

00:30:05: also aber Wie kriege ich das hin dass Sie sich trotzdem irgendwie wohl fühlt ein bisschen erahnung hat was sie hat Ohne dass es halt verkompliziert ist.

00:30:13: Und das ist natürlich auch eine Kunst, also für mich ist es auch nicht so leicht vor.

00:30:17: Aber ich versuche immer da mich so reinzusetzen wie gesagt, wenn die auch ganz schön so als Übung das mehr beim Richtung Selbstständigkeit sagt.

00:30:24: man muss es so erklären können, dass ein drei-jähriger oder ein fünfjähriger versteht oder eben die achtzigere Geober und das eben aufzuüben zu sagen wie muss sich jetzt mit wem bin ich jetzt in Kontakt?

00:30:35: Wie muss ich jetzt dann in die Kommunikation gehen?

00:30:38: So und wie gesagt der Switch ist schon easy auf jeden Fall nicht, aber da mehr sich auch drin zu üben und zu schulen.

00:30:44: Und da kann man dann auch wieder vorbild sein.

00:30:46: also die anderen die dabei sind dass sie merken stimmt jetzt keine riesen unterschied wie er spricht

00:30:52: aber

00:30:54: der ton macht die musik ja oft.

00:30:56: Wie kann ich mir das jetzt vorstellen wenn du mit jemand neu startest zu arbeiten.

00:31:05: Also du hast jetzt, keine Ahnung, irgendjemand in der Führungsposition mit dem du ja viel arbeitest.

00:31:10: Der kommt an mit seinem vollen Terminkalender und mit seinem ganzen Package, das dann... Ich stelle mir das echt!

00:31:17: Ja, das stimmt.

00:31:18: Das ist

00:31:18: schon eine... also da musst Du ja auch als Coach schon sehr präsent sein.

00:31:23: und wie kann man sich das vorstellen?

00:31:25: Wie sieht da eine Zusammenarbeit mit Dir aus oder...?

00:31:28: Und

00:31:29: tatsächlich ist immer noch auch sehr unterschiedlich.

00:31:31: Also ich nenne es immer ganz gerne, das muss erstmal der oder diejenige zu mir kommen müssen natürlich eine gewisse Überzeugung davon haben dass sie selbst da was verändern kann.

00:31:42: also wenn ich glaube ja ich kann da eh nichts dran ändern und auch keiner kann...also Ich würde gerne geholfen werden aber ich würd' gerne nicht so viel machen.

00:31:52: Zu

00:31:52: passiv eher?

00:31:53: Ja genau!

00:31:54: Funktioniert nicht?

00:31:56: Genau!

00:31:56: Functionieren uns versucht ist ja auch im Gesundheit Thema genauso.

00:32:00: Also es funktioniert auch da nicht, also eigentlich ist das das Gleiche und deswegen brauchst du schon... Also ich mach nie... Es gibt jetzt nicht dass man ein Coaching einfach mal wie buchen kann, es geht teilweise über die Unternehmen selbst.

00:32:10: dann ist manchmal so, dass sie's bei mir direkt buchen können.

00:32:13: Sonst gibt immer ein Gespräch vorher unter welchen Art Bedarfsanalyser?

00:32:18: Wie viel Zeit ist denn wirklich da?

00:32:19: und ich habe teilweise Menschen begleitet besonders wenn Sie... Bist du mich noch ganz normal?

00:32:24: Ja

00:32:24: alles gut!

00:32:25: Gut, okay.

00:32:26: Es war gerade der Ton anders.

00:32:28: Die besonders in Phasen wo sie wussten also das wäre jetzt nicht im Gesundheitsbereich aber so Projektabschlüsse.

00:32:34: Ein Boot muss zu Ende gestellt werden oder ja auch in Wechseln.

00:32:39: Also wieder zurück in Elternzeit.

00:32:40: Solche Sachen die dann auch noch mal familiäre Verantwortung haben Und da passiert tatsächlich sehr viel, gar nicht um Intensiv-Sessions.

00:32:48: Also meistens gibt es schon eine Stunde einen Teil und immer ein Auftakt.

00:32:51: Aber tatsächlich begleite ich auch viel über Messenger Support also meint über WhatsApp, über Signal, über Slack.

00:32:57: Das wir wirklich über Sprachnachrichten kommunizieren besonders dazwischen.

00:33:01: Es kommt immer sehr darauf an wie die Menschen da aufgestellt sind.

00:33:04: aber das habe ich vorwiegend mit Frauen zusammengearbeitet und da war das immer, dass sie gesagt, wow!

00:33:10: Halt für mich so wichtig und spannend, weil du warst halt nah dran.

00:33:13: Aber ich hatte nicht das Gefühl es kommt wieder ein Termin dazu, sondern wir können zwischendurch nutzen... Also es ist so eine Form, die ich arbeite und gleichzeitig habe auch andere, die wirklich sagen, eine Stunde, fünf, siebzig Minuten intensiv.

00:33:26: Und dann lassen wir das sozusagen ein bisschen am Anfang mehr und zum Ende wird es weniger.

00:33:31: Und da ist aber auch immer so dass sich viel mit Experimenten arbeitest was ich vorhin auch gesagt hab also viel erst mal was ist da?

00:33:39: Was ist der Bedarf?

00:33:40: Wo fangen wir an?

00:33:41: Und wie können wir in kleinen Schritten eben?

00:33:43: Also klein schrittig vorangehen Und es ist natürlich in Coaching immer sehr viel Anteil, rausfinden wer bin ich.

00:33:50: Was brauche ich?

00:33:50: Was ist mein Warum?

00:33:52: Wo stoße ich an meine Grenzen?

00:33:53: und weniger was machen die anderen sondern was brauche Ich?

00:33:59: Fast immer so in Therapiencoaching ist eigentlich was drunter liegt und das heißt auch nicht, dass ich unbedingt das löse.

00:34:06: Aber dass die Leute oft rankommen und merken, ah okay da sollte ich vielleicht doch mal hinkucken.

00:34:11: also warum habe ich das Gefühl von Ich muss alles selber in der Hand haben?

00:34:14: Warum will ich keine Verantwortung abgeben?

00:34:16: oder warum balle ich mit den Tag vielleicht auch so zu weil ich gar nicht unbedingt im privaten Ich bin vielleicht gar nicht so gern zu Hause.

00:34:23: Also da sind oft hinterliegende Sachen, die jetzt nicht unbedingt immer im Arbeitssetting sind sondern auch da wieder sage ich immer dieses ganzheitliche Sehen.

00:34:31: Ich gehe ja nur in eine Rolle da rein und ich bin jetzt ganz der Mensch da und wenn ich Mama von drei Kindern bin oder Papa von einem Säugchen, der gerade auf die Welt kommt und trotzdem meinen Oberarztjob habe, bin ich trotzdem auch immer noch der Papa, der grade vor acht Wochen ein Baby bekommen hat und gehe halt anders nach Hause wie anders auf die Arbeit Versuche ich, also das braucht dann zum Beispiel... Also da brauchst du dann eher Intensiv-Sessions.

00:34:54: Das eben auch als Gefühl zu geben, so darf sie sein wie du bist als ganzer Mensch.

00:34:58: Du hast diese Rolle und da gucken wir hin oder versuchen was zu verändern.

00:35:01: aber du bist halt eben auch mit den anderen Themen da und dass es gut lohnt ist auch erlaubt sozusagen Aber es braucht immer ein bisschen, bis wir überhaupt auf die Themen kommen.

00:35:10: Und das ist auch okay.

00:35:11: Also ich versuche das dann nicht selber aber ich weiß dass es häufig so ist, dass es dann ja mit Partner oder hier und dann denkst Ja, das beeinflusst ja ganz viel.

00:35:20: also man ist auch erlaubt in beiden Bereichen sozusagen zu arbeiten.

00:35:25: Das ist das was ich halt immer versuche mit reinzugeben Dass das bei mir die Tür dafür offen steht eben zu sagen Ich komme als Führungskraft rein aber ich bin ja nur einen Auch wieder nur ein Teil von mir, genau.

00:35:39: Spannend!

00:35:40: Also wenn ich das jetzt mal für meine Kolleginnen und Kollegen Gesundheitswesen zusammenfassen wollen würde dann würde ich sagen es beginnt bei dir.

00:35:50: Es wird nichts hinzusitzen um zu warten dass man von außen kommt uns für dich besser macht und es darf wie soll ich sagen mit Mini-Schritten auch losgehen.

00:36:01: Also es muss nichts Weltbewegendes Großes.

00:36:04: Ich melde mich gleich für Marathon an, sondern es sind keine Schritte, die zählen und Achtsamkeit ist ein ganz großes Thema wenn ich das so zusammenfassen darf.

00:36:14: Vielen Dank!

00:36:16: Sehr gerne, sehr gerne.

00:36:17: Es war

00:36:17: wirklich ein ganz spannender Einblick für mich und ich freue mich wirklich dass du dir Zeit genommen hast.

00:36:24: und ja alle Datenangaben zu dir verlinke ich natürlich unten in der Box

00:36:29: als

00:36:30: jemand sich angesprochen fühlt, einen neuen Weg zu gehen.

00:36:35: Und dann sage ich vielen Dank für deine Zeit, Lena!

00:36:39: Vielen Dank dir Annette und vielen Dank an die Zuhörer des Zuhörens!

00:36:43: Bis dann,

00:36:44: ciao!

00:36:46: Das war mal wieder ein richtig inspirierendes Gespräch mit vielen tollen Impulzen.

00:36:50: Wenn wir eins aus dem Interview mit Lena mitnehmen können... dass gesunde Führung und gesundes Arbeiten keine Mammutprojekte sein müssen, sondern bei uns selbst beginnen.

00:36:59: Und zwar mit den kleinen Schritten im Alltag!

00:37:02: Es sind die Mikropausen das kurze Innerhalten und der Mut die eigenen Grenzen zu warnen, die am Ende den großen Unterschied machen.

00:37:10: Ja wie gesagt wenn du dich für einen oder Für dich oder für dein Team etwas verändern möchtest, findest du alle Links zu Lena und ihre Arbeit unten in den Show Notes.

00:37:20: Und jetzt wollte ich Dich nur fragen wie nimmst Du Dir im hektischen Alltag Deine One Minute to arrive?

00:37:25: Lass es mich unglaublich gern auf Instagram unter unserem aktuellen Beitrag wissen!

00:37:30: neuen Mut geschenkt hat, dann lasst dem Podcast gerne eine Bewertung

00:37:33: auf Spotify

00:37:34: oder Apple Podcasts da.

00:37:35: Das hilft uns

00:37:36: ungemein als

00:37:37: Club der Gestalter weiter zu wachsen!

00:37:39: Ja ich sage vielen Dank fürs Zuhören.

00:37:42: bleibt mutig pass auf dich auf und gestaltet weiter denn du weißt ja Mut kommt von machen.

00:37:47: in diesem Sinne ciao bis zum nächsten Mal.

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